Biogasanlagen können die fluktuierenden Energieträger wie Sonnen- und Windenergie ausgleichen. Bild: JuwelTop / pixelio.de

Für standortangepassten Biomasseanbau

Der Verband kommunaler Unternehmen hat sich klar positioniert: für Gewässerschutz.

In der in Berlin stattfindenden Diskussion um die Fortführung des Biomasseanbaus für energetische Zwecke hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) nun klar Stellung bezogen. "Die Qualität der Rohwasserressourcen ist entscheidend für eine sichere Trinkwasserversorgung", so der Verband. Der intensive Anbau von Energiepflanzen in Kombination mit der Verwertung von Gärrückständen aus Biogasanlagen führe mittlerweile in vielen Regionen nachweisbar zu Beeinträchtigungen von Grund- und Oberflächengewässern und habe damit Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung. Messungen in einzelnen Wasserschutzgebieten belegten bereits heute eine Trendumkehr beispielsweise bei Nitrat. Der Biomasseboom gerade in landwirtschaftlich geprägten Regionen stelle damit eine ernsthafte Gefährdung der bisher erreichten Erfolge der Kooperationen zwischen kommunalen Wasserversorgern und der Landwirtschaft dar.

Mit der vorliegenden Positionierung "Gewässerschutz und Biomasseanbau" fordere die kommunale Wasserwirtschaft nun ein konsequentes Gegensteuern des Gesetzgebers und klare Regelungen für einen gewässerschonenden und standortangepassten Biomasseanbau. "An die Landwirtschaft ergeht die Forderung, ihre Produktion konsequent an den erklärten Zielen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie auszurichten", so der VKU. Nur so könnten die qualitativen Bewirtschaftungsziele erreicht und die Güte der Trinkwasserressourcen auch in intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten gesichert werden.

Die Positionierung steht auf der VKU-Webseite als Download zur Verfügung. (al)