Die Konverterstation Dolwin Alpha ist die Ausgangsstation für die HGÜ-Leitung Dolwin 1, die Strom vom Dolwin-Cluster an Land transportiert. Picasa

Dolwin1 in Betrieb

Die Netzverbindung überträgt 800 MW Strom von Offshore-Parks ins deutsche Übertragungsnetz.

ABB hat die Offshore-Netzanbindung Dolwin1 in Betrieb genommen. Die 800 MW starke HGÜ-Netzanbindung (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) bindet Offshore-Windparks im rund 75 km vor der deutschen Küste gelegenen Dolwin-Cluster an das Übertragungsnetz des Landes an. Mit dem Netzanschluss Dolwin1 können 800 MW umweltfreundlich erzeugter Strom übertragen werden. Das reicht aus, um etwa eine Million Haushalte zu versorgen.

Die Windparks Borkum West II und Borkum Riffgrund I sind über Seekabel mit der Offshore-Konverterstation Dolwin Alpha verbunden. Dort wird der Wechselstrom aus den Windparks in Gleichstrom umgewandelt, ehe er mit einer Spannung von +/- 320 kV über eine 165 km lange Strecke mit Gleichstrom-See- und -Landkabeln zum Netzanschlusspunkt, dem Umspannwerk Dörpen West im norddeutschen Heede, transportiert wird.

ABB setzte bei diesem Projekt ihre selbstgeführte (oder auch VSC – Voltage Sourced Converter) HGÜ-Technologie HVDC Light® ein. Das Unternehmen war für die Planung, Konstruktion, Lieferung und Installation sowohl der Konverterstationen auf See und an Land, als auch der See- und Landkabelsysteme verantwortlich.

Die Netzanbindung Dolwin1 unterstützt die ehrgeizigen Pläne für die Energiewende in Deutschland, die bis 2020 einen Ausbau der Stromerzeugung aus Offshore-Wind auf 6,5 GW und bis 2030 auf 15 GW vorsehen. (al)