Windräder Bild: Luise / pixelio.de

Zusammenkunft der Windbranche in Nordrhein-Westfalen

Auf dem Branchentag Windenergie NRW herrschte Einigkeit über die hohe Bedeutung Nordrhein-Westfalens für die On- und Offshore-Industrie.

Zum 5. Branchentag Windenergie NRW am 18. und 19. Juni in Düsseldorf treffen sich 400 Experten der Windindustrie aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Diskutiert wird zu den Themen „Operations and Maintenance”, „Logistik und Supply Chain Management”, „Aus- und Weiterbildung in der Windindustrie” und „Kommunen und Windkraft”.

Der Veranstalter Klaus Lorenz von der Kommunikations- und Unternehmensberatung Lorenz Kommunikation, der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel, der Geschäftsführer der Windenergieagentur Bremen/Bremerhaven WAB, Ronny Meyer, sowie der Geschäftsführer der Energieagentur NRW, Dr. Frank-Michael Baumann, unterstrichen die Bedeutung von Nordrhein-Westfalen (NRW) als wichtiger Zulieferer für die Windindustrie.

Sylvia Pilarsky-Grosch, neugewählte Präsidentin des Bundesverbandes Windenergie, betonte, dass Investitionen der Windbranche den Verbraucher kaum belasten: „Die Belastungen entstehen durch politische Fehler. Die Ausweitung der Befreiung von der EEG-Umlage für Unternehmen und insbesondere die Fehlberechnung der EEG-Umlage. All dies diskreditiert die Energiewende und konterkariert die Klimaschutz-Ziele der Kanzlerin. Die EEG-Umlage ist nicht mehr aussagekräftig und muss reformiert werden.”

Auch Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems, wies darauf hin, dass die Windenergie mehr Systemverantwortung im sich wandelnden Energiemarkt übernehmen muss. Dafür sei ein zukunftsfähiges Strommarktdesign 2.0 und ein EEG 2.0 zu entwickeln. Ein zukunftsfähiges EEG 2.0 müsse vor allem Planungssicherheit für die Investoren ermöglichen. Als Zieldatum für ein mögliches Inkrafttreten nannte Herdan den 1. Januar 2015.

Dr. Hans Bünting, Geschäftsführer der RWE Innogy GmbH, verriet, dass das Unternehmen aktuell 2 Mrd. € in Offshore-Windparks investiert. Auch im Onshore-Bereich wolle man weiter wachsen. Hier strebe man vor allem Partnerschaften mit Stadtwerken und Kommunen an. (msz)