PV: Wacker spricht sich gegen Importzölle aus

Die Wacker Chemie AG hat Bestrebungen, in China hergestellte Solarmodule in der Europäischen Union mit Einfuhrzöllen zu belegen, eine klare Absage erteilt.

Das machte der Vorstandsvorsitzende des Münchner Chemiekonzerns Rudolf Staudigl in einer Stellungnahme deutlich. „Nach unserer Überzeugung helfen protektionistische Maßnahmen nicht, die heimische Solarindustrie zu schützen, im Gegenteil, sie beeinträchtigen die Zukunftschancen der Photovoltaik”, sagte Staudigl. Jüngst hatte das US-amerikanische Handelsministerium entschieden, Importe chinesischer Solarhersteller in die USA mit Einfuhrabgaben von bis zu 250 % zu belegen. Die Erfahrung zeige, dass Handelsschranken kein geeignetes Mittel seien, um einen offenen und fairen Wettbewerb unter den Marktteilnehmern zu gewährleisten, betonte der Konzernchef. Meinungsverschiedenheiten über gleiche Wettbewerbsbedingungen könnten nur im politischen Dialog beigelegt werden. Zwangsmaßnahmen hemmten dagegen den Wettbewerb und könnten einen Handelskrieg provozieren, der in der Konsequenz für alle im Solargeschäft tätigen Unternehmen von Nachteil sei.

Das deutsche Unternehmen Solarworld strebt derzeit eine Klage vor der EU an. Gleichzeitig unterstrich Staudigl, dass unabhängig vom Herstellungsort der Solarmodule der überwiegende Teil der Wertschöpfung beim Bau von Solaranlagen immer im Land der Aufstellung durch Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen erbracht werde. (al)