Der Suedostlink in Bayern soll komplett als Erdkabel verlegt werden.
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Bayerischer Abschnitt für SuedOstLink steht

Der Trassenkorridor für einen Teil der Gleichstromverbindung von Sachsen-Anhalt nach Bayern wurde festgelegt.

Der bayerische Abschnitt des SuedOstLinks hat nun einen Trassenkorridor, wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) am Freitag mitteilte. Der 121 Kilometer lange Verlauf von Pfreimd über Schwandorf bis nach Isar wird in einem 500 bis 1000 Meter breiten Korridor verlegt werden.

An zwei Stellen, bei Pettenreuth und in der Nähe des Netzverknüpfungspunktes Isar, ist der Trassenkorridor zusätzlich aufgeweitet, um weitere Trassenverläufe zu ermöglichen.  Die Bundesnetzagentur bestätigt in ihrer Festlegung den Vorschlag des Vorhabenträgers Tennet. In diesen Vorschlag waren bereits Ergebnisse der Antragskonferenz und Anforderungen der Bundesnetzagentur eingeflossen.

Festlegung für Konverterstandorte steht noch aus

Die in der Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen wurden im vergangenen Oktober mit den Beteiligten in einem Erörterungstermin diskutiert. Die Bundesnetzagentur hat alle Argumente der Träger öffentlicher Belange, von Vereinigungen und Privaten intensiv geprüft und in der Entscheidung berücksichtigt.

Der festgelegte Trassenkorridor erreicht auch geeignete Konverterstandorte. Eine Festlegung auf einen konkreten Konverterstandort ist jedoch noch nicht gefallen, dies wird erst im Planfeststellungsverfahren entschieden. Im Planfeststellungsverfahren ist auch zu klären, ob eine Wechselstrom-Leitung zur Anbindung des Konverters an das vorhandene Stromnetz als Freileitung oder als Erdkabel gebaut wird.

Planfeststellung folgt

Nach Abschluss der Bundesfachplanung folgt nun das Planfeststellungsverfahren. In diesem Genehmigungsschritt werden der genaue Leitungsverlauf innerhalb des Trassenkorridors und die technische Umsetzung der Stromleitung festgelegt. Tennet hat den Antrag auf Planfeststellung nach Kenntnissen der Bundesnetzagentur bereits parallel zum Bundesfachplanungsverfahren vorbereitet und dürfte diesen in Kürze einreichen. (ls)