Der Stromspeicher in Varel besteht aus zwei verschiedenen Batterietypen. Neben Lithium-Ionen sorgen Schwefel-Natrium-Einheiten für mehr Speicherkapazität.
Bild: © EWE

Hybridspeicher Varel lässt Testbetrieb erfolgreich hinter sich

Die Batteriekombination hat in den vergangenen 1,5 Jahren gezeigt, dass sie Flexibilität ins Netz der EWE bringen kann. Darauf wollen die Oldenburger nun aufbauen.

Sprinter und Langstreckenläufer in einem – so lassen sich die Vorteile des Hybridspeicher im niedersächsischen Varel vereinfacht auf den Punkt bringen. Die Kombination aus Lithium-Ionen-Batterien und einem Natrium-Schwefel-Pendant können Netzengpässe schnell beheben und dennoch langfristig Speicherkapazität bereitstellen. Was die letzten 18 Monate gemeinsam mit dem japanischen Projektpartner Hitachi erprobt wurde, will EWE nun alleine weiter betreiben.

Nach der Demonstrationsphase haben die sich die japanische Wirtschaftsförderungsbehörde NEDO und Hitachi Chemical, Hitachi Power Solutions und NGK Insulators den Batteriespeicher mit einer Leistung von knapp 12 MW und einer Kapazität von 25 MWh an die Oldenburger übergeben. Künftig betreibt die be.storaged, eine Tochtergesellschaft der EWE, den Speicher im Rahmen des Sinteg-Schaufensters Enera.

Wirtschaftlich schwieriges Umfeld

Insgesamt wurden über die zurückliegenden Monate in Summe etwa 8 GWh Strom ein- bzw. ausgespeichert. Den japanischen Herstellern ging es darum, die Vielseitigkeit dieser besonderen Anlage unter Energiewendebedingungen zu zeigen. Neben der technischen Flexibilität ging es auch um die Wirtschaftlichkeit. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei möglich, noch rechne sich die Anlage aufgrund der Marktbedingungen für die Flexibilitätsvermarktung jedoch nicht, heißt es von EWE. (ls)