Ein Elektroauto verlässt den Energie-Campus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg-Bergedorf.
Bild: © dpa / Christian Charisius

Ein Windpark für die Forschung

Am Energie-Campus der HAW bei Hamburg soll im Kleinen erprobt werden, wie die Energiewende im Norden gelingen kann.

Stromerzeugung und Forschung: Das ist nun in einem Windpark in Hamburg-Bergedorf möglich. Betrieben wird er vom Energie-Campus der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) in Zusammenarbeit mit dem städtischen Stromversorger Hamburg Energie. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat den Windpark nun eröffnet.

Innovative Ideen im Realbetrieb erproben

180 Meter ragen die fünf Windkraftanlagen in Curslack bei Bergedorf in die Höhe, wo sie neben den Energie-Campus der HAW gebaut wurden. Auf diese Weise können zahlreiche innovative Forschungsprojekte gemeinsam mit Unternehmen im Realbetrieb erprobt und demonstriert werden, wie Professor Werner Bega, Leiter des am Energie-Campus angesiedelten „Competence Center für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ (CC4E) mitteilte.

Der Energie-Campus der HAW sei ein wichtiger Innovationsstandort für die Windenergieforschung in Deutschland. Der Windpark eröffne den Wissenschaftlern neue Möglichkeiten, den Echtbetrieb von Windenergieanlagen zu analysieren und in die Ausbildung von Studierenden einzubeziehen, sagte Tschentscher.

"Wir können hier im Kleinen erproben, wie die Energiewende im größeren Kontext in Hamburg und Schleswig-Holstein funktionieren kann", erklärte Bega. Dabei gehe es beispielsweise um die Entwicklung von noch umweltfreundlicheren Windkraftanlagen oder Speichersystemen, um nicht gebrauchten Strom zwischenzulagern. Insgesamt 35 Forschungsprojekte seien bereits angelaufen. Die fünf Anlagen wurden 2017 fertiggestellt und durchliefen eine einjährige Testphase. Neben der Nutzung zu Forschungszwecken versorgen sie bis zu 15 000 Haushalte in Bergedorf mit Strom. (dpa)