Die Eon-Pilotanlage Power to Gas in Falkenhagen ist seit 28. August 13 in Betrieb. Bild: Eon

Eon-Power-to-Gas-Anlage in Betrieb

Bei der Pilotanlage in Falkenhagen wird Wasserstoff ins Gasnetz eingespeist.

Eon hat heute im brandenburgischen Falkenhagen die "Power to Gas"-Pilotanlage in Betrieb genommen. Mittels Elektrolyse wird dort regenerativ erzeugter Strom in Wasserstoff umgewandelt und in das regionale Ferngasnetz eingespeist. Die Anlageleistung beträgt 2 MW – dies entspricht einer Produktion von 360 m3 Wasserstoff pro Stunde.

"Mit diesem Projekt zeigt E.ON als eines der ersten Unternehmen, wie sich überschüssige Energie im Erdgasnetz speichern lässt, um so Erzeugung und Verbrauch auszugleichen", sagte Dr. Ingo Luge, Vorsitzender der Geschäftsführung der Eon Deutschland. "Diese Art der Speicherung gilt als eine der Schlüsseltechnologien für die Energiewende. Damit wird die anderenfalls notwendige Abschaltung von Windkraftanlagen bei Netzengpässen vermieden und die Ausbeute der Erzeugung von Windstrom steigt."

Bei Errichtung und Betrieb der Anlage arbeitet Eon mit der Swissgas AG zusammen, die auch einen Teil der Wasserstoff-Produktion abnehmen wird. "Die Swissgas engagiert sich in diesem Projekt und zeigt damit den hohen Wert der Schweizer Gasinfrastruktur auf, die uns erlaubt, über Grenzen hinweg regenerative Energien zu speichern und zu transportieren", unterstreicht Dr. Heinrich Schwendener, Mitglied der Geschäftsleitung der Swissgas AG.

An der Inbetriebnahme nahmen Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler, Dr. Christian Ehler, Mitglied des Europäischen Parlaments, Henning Heidemanns, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, sowie rund 200 weitere Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil. (al)