So soll die Basis für den Bau des Eon-Statoil-Offshorewindparks Arkona im Hafen von Saßnitz auf Rügen aussehen. Eon traf im April die finale Investitionsentscheidung für den 345-MW-Windpark. Simulation: Eon

Eon wird einziger Offshorebetreiber beider Meere

Eon und Statoil haben die finale Investitionsentscheidung für den 345-MW-Offshore-Windpark Arkona vor Rügen getroffen. Hauptlieferant ist Siemens.

Die grüne Eon und der norwegische Staatskonzern Statoil haben sich als Joint-Venture-Partner endgültig dafür entschieden, für gut 1,2 Mrd. Euro den Windpark Arkona 35 Kilometer nordöstlich von Rügen zu bauen. Eon soll Betriebsführer werden.

Damit wird Eon der erste Energieversorger, der Windparks sowohl in der Ostsee als auch im deutschen Anteil der Nordsee betreibt. Für den Öl- und Gaskonzern Statoil ist der finale Investitionsentscheid ein Meilenstein in seinem Bestreben, sein Geschäft mit Kohlenwasserstoffen schrittweise durch Erneuerbare zu erweitern, schrieb Statoil-Chef Eldar Sætre. Statoil investiert erstmals in ein Erneuerbaren-Projekt in Deutschland.

Der Bau soll von 2017 bis 2019 dauern. Siemens liefert für Wassertiefen von 23 bis 37 Metern 60 Turbinen seiner Sechs-Megawatt-Klasse. Heimatbasis soll der Hafen Saßnitz auf Rügen werden. In der Spitze werden 400 Menschen mit der Errichtung beschäftigt sein, und es sollen direkt bis zu 50 ständige Arbeitsplätze für die Bewirtschaftung sowie indirekt 100 Stellen bei Dienstleistern entstehen. (geo)