Erste Brennstoffzelle für den Eigenbedarf in Bayern

In Bayern kommt erstmals eine Brennstoffzelle zur Deckung des Stromeigenbedarfs in einem Umspannwerk zum Einsatz.

Im Umspannwerk (UW) Bachhausen im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz testet Netzbetreiber Eon Bayern zusammen mit dem Technologiepartner Modl GmbH aus Pappenheim eine Brennstoffzelle in einer Eigenbedarfsanlage.

Jedes Umspannwerk braucht, um bei einem Stromausfall die Funktion der technischen Einrichtungen sicherzustellen, eine netzunabhängige Eigenbedarfsversorgung mit einer mind. zehnstündigen Überbrückungszeit. Bisher haben herkömmliche Batteriespeicher diesen Zeitraum abgedeckt. Im Bachhausener Umspannwerk will man nun in dem Pilotprojekt den Einsatz von Brennstoffzellen statt Batteriespeichern testen. Mit diesen lasse sich der Platzbedarf der Eigenbedarfsanlagen reduzieren und die Einsatzzeit aufgrund der Nachtankmöglichkeit mit Wasserstoff verlängern. Hinzu kommt, dass auf diese Weise die in den Batterien befindlichen Elemente Blei und Nickel sowie Cadmium vermieden werden können.

Weitere Einsatzmöglichkeiten bieten Notstromversorgungen von Datacentern, Funkstationen, Krankenhäusern oder der generelle Ersatz von dieselgetriebenen Notstromaggregaten.

Bereits 2010 enstand die Idee zu dem Pilotprojekt bei Eon Bayern und der Modl GmbH; 2011 unterzeichneten beide Unternehmen die Verträge. (sg)