Die Kuppel des Kohlekreislagers in Moorburg wurde mit PV-Modulen ausgesattet. Wo der fossile Energieträger lagert, wird on Top nun erneuerbare Energie erzeugt.
Bild: © Vattenfall

Erste PV-Dachanlage auf einem Kohlelager

Fossil meets erneuerbar: Auf dem Dach des Kohlekreislagers des Heizkraftwerks Moorburg erntet Vattenfall künftig Solarstrom. Die technische Umsetzung war allerdings nicht ganz einfach:

Die Kuppel des Kohlekreislagers am Vattenfall-Standort Moorburg hat einen Neigungswinkel von 47 Grad. Keine leichte Voraussetzung für den Einbau von PV-Modulen, deshalb mussten bei der Installation der knapp 2500 Paneele auch ständig zwei ausgebildete Höhenkletterer mit von der Partie sein. Doch nicht nur die Höhe stellte Monteure und Ingenieure bei Vattenfall vor Herausforderungen.

Eine weitere schwierige Frage war der Blitzschutz der Anlage. Um die sicherheitstechnischen Anforderungen zu erfüllen, waren sowohl die Business-Unit "Solar und Batteries" als auch die Kollegen von der Einheit "Heat", die bei Vattenfall Wärme arbeiten, gefragt. Insgesamt sind nun 750 KWp Leistung auf dem Dacht des Kohlelagers installiert. Im Vergleich zum dazugehörigen Heizkraftwerk mit einer Kapazität von 1654 MW klingt das wenig, aber immerhin wird die bereits vorhandene Infrastruktur für die Sonnenernte genutzt.

Drei Solarkraftwerke in Holland

Es muss kein zusätzlicher Platz gefunden oder geschaffen werden und dennoch können pro Jahr 700 MWh in das 10-kV-Netz eingespeist werden. Rein rechnerisch können dadurch bis zu 250 Einfamilienhaushalte mit Energie versorgt und 10.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Parallel zu der Anlage in Hamburg wurden drei weitere Solarkraftwerke mit einer Leistung von 10 MW in den Niederlangen in Betrieb genommen. Damit nicht genug, plant Vattenfall bereits die nächsten Projekte für die Windsparte. 40 MW sollen am Windpark Haringvliet in Holland und Cynog in Wales errichtet werden. (ls)