Die Gicon Ingenieurgesellschaft arbeitet seit Jahren an einem Konzept einer schwimmenden Offshore-Windkraftanlage. Bild: Gicon

Erste schwimmende Offshore-Windturbine

Dresdner Ingenieurbüro Gicon erhält über 5 Mio. € Fördergelder vom Land Mecklenburg-Vorpommern für innovatives Projekt.

In Mecklenburg-Vorpommern entsteht die bundesweit erste schwimmende Windenergieanlage. Die Dresdner Gicon-Ingenieurgesellschaft plant mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums in Mecklenburg-Vorpommern die Entwicklung, Erprobung und Produktion des schwimmenden Offshore-Fundaments, Gicon-SOF.

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rd. 18 Mio. €. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit rd. 5,25 Mio. €. Nach Unternehmensangaben ist im Juli 2014 der Bau einer Pilotanlage in Stralsund vorgesehen, Mitte des kommenden Jahres sind mit dem Funktionsmodell umfangreiche technische und ökologische Erprobungen in der deutschen Ostsee nahe dem Offshore-Windpark Baltic 1 geplant.

Das schwimmende Offshore-Fundament (SOF) wird unter der Wasseroberfläche mittels Stahlseilen am Meeresboden verspannt. Die technische Lösung ist für Wassertiefen ab 20 m geeignet. Ein Vorteil der geplanten Entwicklung liegt darin, dass die Gesamtanlage an Land montiert und per Schiff an den entsprechenden Offshore-Standort transportiert werden kann. Nach eigenen Angaben ist die Gicon-Gruppe weltweit führend bei der Entwicklung von schwimmenden Offshore-Windanlagen. (al)