Neben Sektorenkopplung und technischen Innovationen braucht es auch finanzielle Anreize für ein Gelingen der Energiewende.
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Finanzielle Anreize als Energiewende-Argument

Das Sinteg-Schaufenster Designetz hat in einem Impulspapier konkrete Vorschläge für neue Chancen der Energiewende erarbeitet. Im Fokus steht dabei der urbane Raum.

Die fünf Sinteg-Schaufenster gelten als Blaupause für technische und wirtschaftliche Lösungen rund um eine erfolgreiche Energiewende. Der politische Beirat von Designetz als Modellregion in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland hat nun ein Impulspapier für die Energiewende im städtischen Raum erarbeitet.

Dabei nimmt das Konsortium aus Vertretern der Landesregierungen konkret vier Punkte, die eine erfolgreiche Energiewende in Ballungsgebieten bedingen, in den Blick.

Feststeht, ohne eine intelligente Steuerung der Netze lassen sich 100 Prozent Erneuerbare in der Versorgung nicht erreichen. Hierfür brauche es laut Beirat Innovationsfaktoren, die den Einsatz solcher Technologien anreizen. Auch die Sektorenkopplung muss im Sinne der Versorgungssicherheit weiter angeregt werden.

Eigenstromnutzung aus EE-Anlagen fördern

Der Vorschlag des Designetz-Beirats: Regulatorische Bedingungen lokal anpassen. Aber auch der Bürger ist gefragt. Er soll durch marktwirtschaftliche Anreize angeregt werden, die Energiewende aktiv mitzugestalten. So sollen vor allem Quartierslösungen und Energiegemeinschaften gefördert werden.

Um den Bürger ins Boot zu holen, soll auch die Eigenstromnutzung von EE-Technologien, wie PV-Anlagen auf privaten Wohnhäusern und Gewerbebetrieben sowie im industriellen Bereich, ausgestaltet werden, ohne dabei andere Verbraucher zu benachteiligen. (ls)