© Stadtwerke Fürstenfeldbruck

Fürstenfeldbruck setzt auf Windkraft

Windräder lagen über den Erwartungen. Der Blick der Stadtwerke geht aber über die Region heraus – unfreiwillig.

Die beiden Windenergieanlagen im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck liefen im vergangenen Jahr über den Erwartungen, berichten die dortigen Stadtwerke. Das Windrad in Mammendorf speiste 2016 fünf Prozent mehr als geplant ein. Das zweite in Maisach drei Prozent. Besonders gut schnitten die beiden Anlagen auch bei der technischen Verfügbarkeit ab. Hersteller Enercon habe über das Jahr eine Verfügbarkeit von 97 Prozent versprochen; tatsächlich erreichten die Anlage in Mammendorf 98,99 Prozent und in Maisach sogar 99,82 Prozent.

Aus Gründen des Tierschutzes werden beide Windräder jedes Jahr für gut 1000 Stunden abgeschaltet. Nach Abschluss des „Fledermausmonitorings“ wird darüber entschieden, wie die Anlagen künftig betrieben werden dürfen.

Doch Enno Steffens, Geschäftsführer der Stadtwerke Fürstenfeldbruck, beklagt sich, dass viele erfolgsversprechende Projekte in Bayern auf Eis liegen. Besonders bedauerlich sei es, dass es keinerlei Anzeichen gibt, an die erfolgreichen Aktivitäten in der Region anknüpfen zu können. „Aus diesem Grund richten wir den Blick auf überregionale Vorhaben“, so Steffens. Daher haben sich die Stadtwerke mit 10,26 Prozent am unterfränkischen Windpark Oerlenbach beteiligt. Dort wurden Ende Dezember drei Windräder fertiggestellt und ans Netz genommen. (wa)