Die Geothermie im bayerischen Molassebecken Bild: SWM

Geothermie in Bayern: Mehr Absatz und Wärmeproduktion anvisiert

Um mehr als 20% soll die Wärmeproduktion aus Geothermie in Bayern durch Netzausbau, Erweiterungen sowie Anlagen- und Betriebsoptimierungen steigen.

Aktuell sind nach einer Erhebung des GtV-Bundesverbands für Geothermie zur Nutzung der tiefen Geothermie im bayerischen Molassebecken zwölf Anlagen für die Fernwärmebereitstellung bzw. zur Erzeugung von Strom in Betrieb. Damit verfügt Bayern insgesamt über eine installierte geothermische Wärmeleistung von ca. 130 MW und einer elektrischen Leistung von ca. 3 MW. Die Anlagen stellten demnach 2011 rd. 350 GWh Wärme bereit.

 

Für die Zukunft plane man den Absatz und die Wärmeproduktion (>20%) zu erhöhen sowie zahlreiche weitere Anlagen zu realisieren, erklärte der GtV. Zehn neue Projekte sind bereits in Arbeit. Bei fünf davon sind die Bohrungen schon fertiggestellt, bei der anderen Hälfte werden momentan Bohrungen durchgeführt, bzw. Bohrplätze oder Heizwerke gebaut. Nach der Fertigstellung werde die installierte Wärmeleistung Bayerns doppelt so hoch und die Stromproduktion gar zehn mal so groß wie bisher sein. (sg)