Grafenrheinfeld: rascher Rückbau

Die Dampfwolken über dem Kernkraftwerk Grafenrheinfeld sind in der Nacht zum Sonntag verschwunden: Der Meiler ist vom Netz.

Die Abschaltung sei planmäßig gelaufen, meldet Eon Kernkraft. Nun wolle man rasch mit dem Rückbau beginnen. Andernfalls würden Fachwissen und Spezialkräfte nicht mehr zur Verfügung stehen. Laut Eon werden die zuletzt genutzten Brennelemente nach der Abschaltung noch bis voraussichtlich 2020 zum Abkühlen im Nasslager bleiben. Dann werden sie in Castoren verladen und ins benachbarte Atommüllzwischenlager gebracht, meldet der Bayerische Rundfunk (BR). Eon Kernkraft wolle nach 2020 mit der Demontage der Anlagen beginnen. Ab 2028 sollen die beiden Kühltürme und das Reaktorgebäude abgerissen werden. Im Herbst 2030 soll von dem Kernkraftwerk am Standort nichts mehr zu sehen sein. Eon Kernkraft schätzt die Kosten für den Rückbau auf rd. 1,2 Mrd. €, so der BR. (hi)