Wird als erster Windpark von Quadra für Greenpeace energy nutzbar gemacht: der Windpark Dorna in Sachsen. Bild: @ Enercon

Greenpeace Energy und Quadra beschließen PPA-Kooperation

Es geht um Windstrom: Greenpeace Energy und Quadra Energy haben eine Zusammenarbeit bei der Vermarktung von Windstrom aus Bestandsanlagen vereinbart.

Der Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy und der zu Enercon gehörende Direktvermarkter Quadra Energy haben heute einen Rahmenvertrag zur Abnahme von Windstrom geschlossen. Es geht dabei speziell um Windenergieanlagen, die ab dem Jahr 2021 keine Förderung aus dem EEG mehr erhalten.

Im Rahmen dieser Kooperation fasst Quadra Bestandsanlagen mit einer Erzeugungsleistung von zunächst 50 MW zusammen. Geplant ist eine jährliche Lieferung von rund 60 Gigawattstunden an Greenpeace Energy, das sind etwa 13 Prozent des insgesamt von Greenpeace Energy beschafften Stroms.

Das jetzt abgeschlossene „Green PPA“ ist bei der Kooperation der beiden Unternehmen nur ein erster Schritt. „QUADRA Energy soll in Zukunft zu einem wichtigen strategischen Partner für Greenpeace Energy werden“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy. Holger Clever, der Geschäftsführer von Quadra Energy, bestätigt: „Die Kooperation beider Unternehmen ermöglicht Betreibern von Bestandsanlagen einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb.“

Rundum-sorglos-Paket für Windanlagenbetreiber

Greenpeace Energy erhält ein speziell auf die neue Vermarktungssituation abgestimmtes Servicekonzept. „Die Sicherstellung des ordnungsgemäßen Betriebs der Bestandsanlagen durch ein abgestimmtes Servicekonzept schafft für uns die notwendigen Voraussetzungen, um fluktuierenden Windstrom in unsere Beschaffung zu integrieren. Betreibern wiederum wird eine aussichtsreiche Perspektive für den Weiterbetrieb geboten“, erläutert Tangermann dazu.

Quadra Energy und Enercon haben zudem ein speziell auf die Situation nach dem EEG abgestimmtes Konzept aus Service und Vermarktung für Betreiber entwickelt – das Green Power Purchase and Service Agreement („Green PPSA“). „Mit unserem Green PPSA haben wir in einem neuen Marktumfeld ein Rundum-sorglos-Paket für den Weiterbetrieb älterer Windenergieanlagen entwickelt – und das mit Rahmenbedingungen, mit denen die Betreiber gut leben können“, erklärt Thomas Krings, Leiter Vertrieb Quadra Energy.

Repowering: mehr Stabilität für den Windenergie-Markt

Als erster Windpark wurde der Bestandspark Dorna in Sachsen-Anhalt von Quadra Energy in den Pool aufgenommen. Durch die Kooperation können die dreizehn Windenergieanlagen, die ab Januar 2021 keine EEG-Förderung mehr erhalten, bis zu ihrem geplanten Repowering weiter wirtschaftlich arbeiten. (sig)