Photovoltaik-Anlagen über 750 kWp können in Deutschland nur über das Ausschreibungsregime realisiert werden. Bild: © RainerSturm / pixelio.de

Hoher Wettbewerb bei zweiter PV-Ausschreibung

Große Photovoltaik-Freiflächen stehen derzeit hoch im Kurs. Dies belegt die zweite Ausschreibungsrunde vom 1. Juni, die deutlich überzeichnet war.

Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge der zweiten Ausschreibung für Solaranlagen in diesem Jahr erteilt.  „Eine deutliche Überzeichnung in Kombination mit Zuschlagswerten unter fünf Cent zeugen erneut von einer hohen Wettbewerbsintensität bei den großen Solaranlagen“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Insgesamt erhielten 28 Gebote mit einem Gebotsumfang von 183 MW einen Zuschlag. Der höchste Zuschlagswert betrug 4,96 Cent pro kWh. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert stieg leicht auf 4,59 Cent pro kWh (Vorrunde 4,33 Cent pro kWh).

Viele Gebote für Flächen von minderer Qualität

Viele Gebote wurden für geplante Solaranlagen auf Acker- und Grünlandflächen minderer Qualität abgegeben. Dabei handelt es sich um Gebiete in Bayern und Baden-Württemberg, die als benachteiligte Gebiete ausgewiesen sind. Mit 13 Geboten über insgesamt 90 Megawatt waren dies knapp die Hälfte aller Gebote, die einen Zuschlag erhielten. Homann sprach in diesem Zusammenhang von einem hohe Potenzial für Solaranlagen auf Acker- und Grünlandflächen minderer Qualität.

59 Gebote sind in dieser Ausschreibungsrunde bei der Bundesnetzagentur eingegangen. Sie hatten ein Volumen von 360 MW. Das Ausschreibungsvolumen von 183 MW war damit erneut deutlich überzeichnet.

Die Zuschläge werden heute auf der Internetseite der Bundesnetzagentur bekannt gemacht unter www.bundesnetzagentur.de/solarausschreibungen18-2. (al)