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IWES und DWS entwickeln neue Vorhersagemodelle

Um schwankende Leistung von Windparks und Photovoltaik-Anlagen besser prognostizieren zu können, starten IWES und DWD ein neues Projekt.

Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und der Deutsche Wetterdienst (DWD) wollen in ihrem Forschungsprojekt neue Vorhersagemodelle entwickeln und bestehende optimieren.

Ohne die Weiterentwicklung von Wetter- und Leistungsvorhersagen könne ein auf erneuerbare Energien basierendes Stromversorgungssystem weder wirtschaftlich noch sicher betrieben werden, sagte IWES-Leiter Professor Clemens Hoffmann zum Projektauftakt. Mit den Installationszahlen müsse auch die Leistung der Prognosenmodelle steigen, so Hoffmann weiter.

"Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen und unsere Wettermodelle noch besser an die Belange der Energiewirtschaft anpassen", sagte Hans-Joachim Koppert, Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsbereiches Wettervorhersage beim DWD. Der DWD erweitert damit seine Leistungen um ein völlig neues Themenfeld. Zudem sei angezielt, die Erhebung und Analyse der Daten sowie die Modellentwicklung durch den DWD, die Übertragungsnetzbetreiber und das IWES noch enger miteinander zu verknüpfen als bisher.

Erstmalig finden Wind- und PV-Leistungsmessungen Eingang in die numerischen Wettermodelle des DWD. Man wolle sich dabei einerseits auf sog. deterministische Modelle konzentrieren, also solche, die die Wetterentwicklung und die Leistungsangabe möglichst genau beschreiben. Und andererseits auch probabilistische Methoden anwenden, die zusätzliche Informationen über die Genauigkeit der Prognose bereitstellen. (sg)