Kanada: Kohleausstieg bis 2030

Umweltministerin Catherine McKenna lässt den Betreibern die Option CCS offen. Das Problem dieser Technologie sind aber die Kosten.

Kanada will bis 2030 aus der Kohleverstromung aussteigen. Dies berichtet die Zeitung "Independent" und bezieht sich dabei auf Aussagen von Umweltministerin Catherine McKenna.

Der Anteil der Kohleverstromung am gesamten Erzeugungsmix in Kanada nimmt ein geringes Niveau ein, da etwa 80 Prozent des Mixes aus emissionsfreien Energieträgern wie Wasser-, Wind-, Solar- und Atomkraft besteht. Die Kohlekraftwerke in vier Provinzen emittieren etwa 10 Prozent von Kanadas CO2-Emissionen.

Die Ministerin zeigt sich offen für die neue Technologie CCS (Carbon Capture and Storage), falls die Provinzen Alberta, New Brunswick, Nova Scotia oder Saskatchewan an der Kohleverstromung festhalten wollen. In der Provinz Saskatchewan arbeitet die erste CCS-Anlage industriellen Maßstabs. Doch die Kosten sind das Problem, zitiert die Zeitung den Energieexperten Jean-Thomas Bernard. Das Sask Power Boundary Dam Pilotprojekt kostete etwa 1,4 Mrd. kanadische Dollar (etwa 0,98 Mrd. Euro) – für eine 115-MW-Anlage. "Wir reden nun seit 20 Jahren über eine saubere Kohleverstromung und eine kommerzielle Lösung ist bis jetzt nicht in Sicht. Es muss also große Probleme mit dieser Technologie geben", so Bernard. (al)