Keine Aufstockung in Gundremmingen

Die bayerische Staatsregierung sieht in der Leistungserhöhung für Kernkraftwerke ein falsches politisches Signal.

Die Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH (RWE Power AG 75%, E.ON Kernkraft GmbH 25%) hat heute den Antrag auf Leistungserhöhung für die beiden Reaktorblöcke B und C des Kernkraftwerks Gundremmingen zurückgezogen. Ursächlich für die Entscheidung des Unternehmens ist die Haltung der bayerischen Staatsregierung, die in der Leistungserhöhung für Kernkraftwerke ein falsches politisches Signal in Zeiten der Energiewende sieht. Das Unternehmen respektiert diese Haltung. Sicherheitsaspekte spielten dabei keine Rolle, da die Anlage nachweislich über ein hohes Sicherheitsniveau verfügt, so der Betreiber.

Der Betreiber hatte im Dezember 2001 gemäß § 7 des Atomgesetzes den Antrag auf eine thermische Leistungserhöhung auf 4000 MW für beide Blöcke des Kernkraftwerks Gundremmingen gestellt. Änderungen an der Anlagentechnik waren im Zuge der Leistungserhöhung um rd. 23 MW pro Block nicht vorgesehen.

Gegen die Aufstockung regte sich auch innerhalb der Bevölkerung Widerstand. (al)