Kläranlagen mit Windenergie

Niersverband und NEW wollen gemeinsam die Nutzung von Kleinwindanlagen für Kläranlagen untersuchen.

Niersverband und die NEW AG aus Mönchengladbach kooperieren: Sie wollen gemeinsam die Nutzung von Kleinwindenergieanlagen für die Trink- und Abwasseraufbereitung unter technischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten untersuchen. „Der Stromverbrauch unserer Kläranlagen macht rd. 10 % des Gesamthaushalts des Niersverbandes aus“, erklärt Niersverbandsvorstand Professor Dietmar Schitthelm. Ziel sei, durch die Erzeugung eigener erneuerbarer Energie die Strombezugskosten so weit wie möglich zu senken.

„Die Energiewende beginnt für uns vor Ort“, so NEW-Vorstand Dr. Rainer Hellekes. Die langjährige Kooperation des Niersverbandes mit NEW im wasserwirtschaftlichen Bereich erhalte mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zur Errichtung von Kleinwindenergieanlagen eine neue Dimension.

Die Technologie der Kleinwindanlagen ist noch nicht weit verbreitet. Dies soll sich ändern: Unter wissenschaftlicher Beteiligung von Prof. Dr. Ulrich Nissen, NEW-Stiftungsprofessor an der Hochschule Niederrhein, bauen die Projektpartner an zwei Standorten je vier Kleinwindanlagen auf. Verschiedene Anlagentypen werden verglichen, um daraus auch Rückschlüsse zu ziehen, welche Aspekte für einen wirtschaftlichen Betrieb wesentlich sind. Die Nabenhöhe der Kleinwindanlagen liegt je nach Modell zwischen 16 und 30 m. Der erzeugte Strom wird vor Ort verbraucht. (wa)