Kraftwerksprojekt in Stade: Tausende Einwände

Umweltinitiativen und Bürger wollen den Bau des geplanten Kohlekraftwerks auf dem Gelände des Chemiekonzerns Dow verhindern.

BUND, Greenpeace, NABU, die Deutsche Umwelthilfe und andere Organisationen sammelten fast 9000 Stimmen gegen das neue Kraftwerk. Diese überreichten sie zu Beginn der Woche gemeinsam an Bürgermeisterin Silvia Nieber (SPD). Der Chemiekonzern Dow will das mit Kohle, Wasserstoff und Biomasse zu betreibende Kraftwerk auf seinem Firmengelände direkt an der Elbe errichten. Die geplante Anlage soll 920 MW produzieren und damit den gesamten Strombedarf der Fabrik decken. Dow ist der größte Chlorproduzent Europas. Durch die Eigenproduktion will der Chemiekonzern unabhängig von der Entwicklung des Strompreises in Deutschland werden.

Vier Wochen lang lagen die Bebauungspläne aus, und Bürger konnten ihre Einwände und Bedenken äußern. Die Verwaltung prüft nun alle Einwände. Erst wenn der Bebauungsplan endgültig beschlossen ist, können die Genehmigungsverfahren beginnen. (msz)