Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (parteilos) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eröffnen gemeinsam das Zentrum.
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Leuchtturmprojekt: Wasserstoff-Zentrum in Bayern

Auch Bayern präsentiert ein Konzept, um Wasserstoff als Energieträger zu fördern. Neben übergreifenden Kooperationen wurde ein eigenes Bündnis hierfür aus der Taufe gehoben.

"Das Zentrum wird Triebfeder für Wasserstoffanwendungen - von der Forschung bis zur Markteinführung", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Eröffnung des Zentrums. Unterstützt wird das "H2.B Zentrum Wasserstoff Bayern" von dem gleichzeitig gegründeten Wasserstoffbündnis Bayern. Insgesamt 16 Partner aus Industrie, Wissenschaft und den Kommunen legen in dem Verbund den Grundstein für gemeinsames Handeln, um Wasserstoff als einen Energieträger der Zukunft zu etablieren. Das Bündnis soll weiteren Mitgliedern offenstehen.

In dem H2.B sollen zu Beginn vier Mitarbeiter beschäftigt werden. Der Freistaat stelle laut Söder zunächst eine Anschubinvestition von zehn Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld solle auch der Bau von Wasserstofftankstellen gefördert werden. Die fachliche Führung des Zentrums übernehmen die Wissenschaftler Veronika Grimm und Peter Wasserscheid von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Beide Professoren gehören zudem dem Leitungsteam des Energiecampus in Nürnberg an.

"Zukunftssprung für eine saubere Technologie"

Für den Ministerpräsidenten ist das Zentrum ein "Zukunftssprung für eine saubere Technologie mit unermesslichem Potenzial" und ein "Leuchtturmprojekt", das die Vorreiterschaft Bayerns bei der Energiewende unterstreiche.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) merkte außerdem an: "Wasserstoff wird eine tragende Rolle bei der Bewältigung der Energie- und Mobilitätswende spielen. Bayern verfügt über das technologische Wissen und die industriellen Voraussetzungen, um diesem sauberen Energieträger in unserer Heimat zum Durchbruch zu verhelfen. Ich will deshalb zeitnah eine Anwendung ermöglichen." (ab/dpa)