DEU/Brandenburg/Jaenschwalde, 11.06.2015, Braunkohlekraftwerk Jaenschwalde, SPAT (magnetgelagerte Speisewasserpumpen-Antriebsturbine); SIEMENS-Mitarbeiter Thomas Doblaski arbeitet an der magnetgelagerte Dampfturbine / Speisepumpenantriebsturbine (SPAT) im Kraftwerk Jaenschwalde; **Foto: Andreas Franke** (Copyright: Vattenfall / Foto: Andreas Franke - www.frankefotografie.de - mail: post@frankefotografie.de - tel. 0173-5616609)
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Magnetgelagerte Dampfturbine erfolgreich erprobt

Die erste im Kraftwerk Jänschwalde als Speisewasserpumpen-Antrieb eingesetzte magnetgelagerte Dampfturbine hat den Probebetrieb erfolgreich bestanden.

Der Einsatz der magnetgelagerten Dampfturbine im 500-MW-Block F des Vattenfall-Braunkohlekraftwerks Jänschwalde ist Teil einer im vergangenen halben Jahr durchgeführten Ausrüstung mit verschiedenen technologischen Innovationen, die wegweisend in der Branche sind, so Vattenfall. Nach der Inbetriebnahme einer Anlage zur Zünd- und Stützfeuerung mit Trockenbraunkohle wurde seit Februar 2015 die erste magnetgelagerte Dampfturbine als Speisewasserpumpen-Antrieb im Probebetrieb getestet. Im Mai war klar, dass die Tests im Volllastbetrieb erfolgreich sind. Die magnetgelagerte Dampfturbine wurde von Siemens gemeinsam mit der Hochschule Zittau/Görlitz entwickelt.

Die Dampfturbine im Leistungsbereich bis 10 Megawatt (MW) kommt nahezu ohne Schmierstoffe aus. Die Lagerung erfolgt über ölfreie, luftgekühlte elektromagnetische Lager. Die Ventilantriebe benötigen lediglich eine minimale Ölmenge und werden mittels einer Software über Elektromotoren gesteuert. Durch den Wegfall des Öls sind magnetgelagerte Dampfturbinen umweltfreundlicher und verfügen über einen erheblich verbesserten Brandschutz.
 
Siemens zeichnete verantwortlich für die technische Projektleitung des Versuchsstands und des Prototypprojekts, für die Konstruktion der Dampfturbine, die Auslegung der Magnetlager, den Bau und die Inbetriebsetzung sowie für den Probebetrieb der magnetgelagerten Dampfturbine. „Wir freuen uns sehr über das gute Ergebnis der Kooperation mit der Hochschule Zittau/Görlitz und Vattenfall“, sagte Wilfried Ulm, Leiter der Geschäftseinheit Dampfturbinen bei Siemens Power and Gas. „Vattenfall war eng im Entwicklungsprozess eingebunden und hat sich dankenswerter Weise für die neue Produktlösung entschieden. Dieses entgegengebrachte Vertrauen wissen wir sehr zu schätzen.“ (ad)