Nagelneu: Die neue Leitwarte der Ingaver GmbH von Arcelor Mittal Bremen und swb Erzeugung Bild: © swb AG

Neue Leitwarte in Bremen

Von der Warte auf dem Gelände des größten Bremer Kraftwerksstandortes Mittelsbüren aus werden künftig drei Kraftwerksblöcke und drei Umrichteranlagen gefahren. Die Leitwarte gehört einem Joint-Venture von swb und Acelor Mittal Bremen.

Die Leitwarte der Ingaver GmbH, einer Gemeinschaftsfirma der swb Erzeugung und des Stahlproduzenten Acelor Mittal Bremen, ist offiziell eingeweiht. Von dieser Warte aus werden die drei Kraftwerksblöcke und drei Umrichteranlagen für Bahnstrom auf dem Gelände der swb in Mittelsbüren gefahren – Bremens größtem Kraftwerksstandort mit rund 750 MW (Megawatt) installierter Leistung.

Weiterhin wird aus dieser Warte der komplette Energiebetrieb von Arcelor Mittal Bremen gesteuert. Die Warte soll dem effizienteren Energieeinsatz vor allem für die künftigen Herausforderungen an die Stahl- und Energieproduktion dienen. Kernaufgabe des Joint Ventures ist es, Energie zu senken und Energiequellen zu erschließen sowie diese sinnvoll miteinander zu verknüpfen.

Künftig auch Einsatz von Wasserstoff geplant

Seit dem 1. Mai 2017 arbeiten rund 65 Mitarbeiter der swb Erzeugung und rund 135 Mitarbeiter von Arcelor Mittal Bremen gemeinsam bei Ingaver. Das Unternehmen tritt dabei als Berater bei individuellen Konzepterstellungen für die Bereitstellung von Energie und Medien und als Investor zur Vorbereitung, Begleitung und Durchführung von Investitionen in Energie- und Infrastrukturanlagen auf.

Des Weiteren beschäftigt sich Ingaver mit zukunftsweisenden Techniken, die auf die Dekarbonisierung und Defossilisierung der Stahlproduktion abzielen und somit zur weiteren CO2-Reduzierung beitragen sollen. Dazu zählt auch der künftige Einsatz von Wasserstoff. (sg)