Biomasse-Heizkraftwerk der N-Ergie in Nürnberg-Sandreuth Annette Kradisch

Nürnberger N-Ergie pflanzt Energiewald

Schnell wachsende Pappeln aus Marxheim sollen im Biomasse-Heizkraftwerk in Sandreuth verwertet werden.

In Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf legt der Nürnberger Versorger N-Ergie bei Marxheim im Landkreis Donau-Ries einen Energiewald an. Auf zwei Feldern mit einer Fläche von insgesamt 4,5 Hektar wurden 40 000 Pappelstecklinge gesetzt.

Pappeln gehören zu den schnell wachsenden Hölzern und brauchen kaum Pflege. Im Vergleich zu anderen Energiepflanzen beanspruchen sie den Boden weniger und brauchen weniger Dünger, erklärt Markus Heinz, Leiter der Abteilung Pflanzenbau der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf. Die Bäume sind nach drei bis fünf Jahren etwa 8-10 m hoch und können geerntet werden.

Nach fünf Jahren erwartet die N-Ergie einen Ertrag von jährlich 45 t Holz, das gehäckselt und anschließend im Biomasse-Heizkraftwerk in Nürnberg-Sandreuth eingesetzt werden soll. Die Anlage erzeugt in einem hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Prozess gleichzeitig Strom und Fernwärme mit einem Brennstoff-Nutzungsgrad von über 85 %. (wa)