Einweihung des Zubaus der Nahwärmeversorgung am Europaplatz, links: Landrat Joachim Arnold, Mitte links: Dr. Hans-Peter Frank, 2. von rechts: Rainer Schwarz. Bild: Ovag Energie AG

Ovag nimmt fünf neue Biomethan-BHKW in Betrieb

Die Ovag Energie AG aus Friedberg baut ihre Grünstromerzeugung mit neuen Biomethan-Blockheizkraftwerken aus.

Die Ovag Energie AG hat eine vorhandene Blockheizkraftwerk(BHKW)-Anlage (122 kWel) am zentralen Europaplatz in Friedberg (Oberhessen) um ein weiteres BHKW mit einer elektrischen Leistung von 140 kW ergänzt. Beide Anlagen wurden außerdem auf den Bezug von Biomethan aus der unternehmenseigenen Biogasanlage im 20 km entfernten Wölfersheim/Berstadt umgestellt. Mit dem Betrieb des hocheffizienten Heizkraftwerks setze die Ovag weitestgehend auf die Versorgung des Nahwärmenetzes mit erneuerbaren Energien, teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. So werden rd. 1,8 Mio. kWh/a Strom aus erneuerbaren Energien und 2,8 Mio. kWh Wärme von der Anlage erwartet.

Zeitgleich hat die Ovag an vier weiteren Schulen in Oberhessen die lokale Nahwärmeversorgung durch neue Biomethan-BHKW mit je 50 kWel aufgerüstet. Die erwartete Grünstromproduktion der vier Anlagen beläuft sich auf insgesamt rd. 1 Mio. kWh/a. Der Um- und Neubau der fünf Projekte mit zusammen gut 460 kWel Leistung kostet das Unternehmen rd. 700 000 €.

Dr. Hans-Peter Frank, bei der Ovag zuständig für Energiehandel und Stromerzeugung sowie Geschäftsführer der Biogas Oberhessen GmbH & Co. KG, erörtert den eingeschlagenen Weg: "Seit wir Mitte 2012 die Bioerdgasproduktion aufgenommen haben, steht durch die Verteilung über das Erdgasnetz ein regional erzeugter regenerativer Brennstoff zum dezentralen Einsatz in steuerbaren und flexiblen Kleinkraftwerken zur Verfügung. Das ergänzt unser Erzeugungsportfolio aus volatil einspeisenden Wind- und Solarkraftwerken als wichtige, systemstabilisierende Komponente."

In Bezug auf erste Äußerungen der großen Koalition, die Stromerzeugung aus Biomasse deutlich einschränken zu wollen, betont Rainer Schwarz, Vorstand der Ovag Energie AG: "Das neue EEG darf diesen notwendigen Ast der Energiewende nicht absägen." (msz)