Pfalzwerke trennen sich von Geothermie

Das Unternehmen trennt sich von einem 50-%-Anteil am Kraftwerk in Landau.

Die Pfalzwerke AG hat ihre 50-%-Beteiligung am Geothermie-Kraftwerk Landau an die Geysir Europe GmbH verkauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Geysir Europe GmbH ist eine Tochter des Bohrunternehmens Daldrup & Söhne AG. Die Geysir Europe hatte im Mai dieses Jahres bereits 40 % an der Geox GmbH, der Betreibergesellschaft des Geothermiekraftwerks Landau i.d. Pfalz, von der Energie-Südwest AG übernommen. Zum 1. Januar 2014 hält Geysir damit 90 % der Gesellschafteranteile an der Betreibergesellschaft.

Als Grund für den Verkauf gaben die Pfalzwerke eine fehlende Zusage seitens des Bundes für Fördermittel einer geplanten dritten Bohrung an, berichtet der SWR. Das Geothermie-Kraftwerk in Landau nahm 2007 den Betrieb auf. Im Jahr 2009 kam es zu leichten Erdstößen, die mit dem Betrieb des Kraftwerks in Verbindung gebracht wurden. Seither wird das Kraftwerk mit verminderter Leistung gefahren.
 
Für 2014 plant die Geox GmbH einen Absatz von 14 000 MWh Strom und 7000 MWh Fernwärme. Eine dritte Bohrung ist für 2014 geplant, um den sicheren Betrieb und die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks zu verbessern. Die Daldrup-Gruppe geht davon aus, dass sich die Leistung des Kraftwerks mit einer dritten Bohrung und Optimierungsmaßnahmen im Kraftwerksbetrieb in den nächsten Jahren um 40-50 % steigern lasse.
 
Der Daldrup Konzern beschleunigt mit dem Erwerb der Gesellschafteranteile an dem Geothermiekraftwerk Landau seine strategische Weiterentwicklung vom Bohrdienstleistungsunternehmen zum unabhängigen, mittelständischen Versorgungsunternehmen für Strom und Wärme aus Geothermie. Daldrup hat Beteiligungen am Geothermie-Kraftwerk Landau und am Geothermie-Kraftwerk Taufkirchen. (al)