Das neue BHKW geht in Betrieb (v.l.): Bürgermeister Thomas Kugler und Jörg-Arne Bias, Geschäftsführer der Stadtwerke, drücken den Startknopf.
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Pfullendorf: Stadtwerke nehmen drittes BHKW in Betrieb

Die Stadtwerke Pfullendorf haben am Standort Seepark Center ihr drittes Blockheizkraftwerk offiziell in Betrieb genommen. Dadurch steigt die Flexibilität, ein weiterer Ausbau der Fernwärme ist geplant.

Die Stadtwerke Pfullendorf haben ein drittes BHKW-Modul für ihr Fernwärmenetz installiert. "In ganz Deutschland wird über die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen zur Erreichung der Klimaschutzziele gesprochen, aber wir in Pfullendorf machen das, und zwar jetzt und ganz konkret", sagte Bürgermeister Thomas Kugler bei der Eröffnung. Dieses Projekt sei auch Ergebnis des European-Energy-Award-Prozesses. Die Stadt und die örtlichen Stadtwerke haben dieses Verfahren 2017 erstmals durchlaufen.

Die Firma Energas aus Ravensburg lieferte ein Jenbacher-Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 550 kW und einem Wirkungsgrad von mehr als 42 Prozent. Stadtwerke-Geschäftsführer Jörg-Arne Bias: "Wir haben die Kapazität geschaffen, die Strom- und Wärmeproduktion besser dem Bedarf anzupassen." Das BHKW im Seeparkcenter wird mit Biogas aus der Biogasanlage am Litzelbacherweg betrieben.

Neueste Technik auch für bestehende Kraftwerke

Bereits seit 2009 erzeugen und liefern die Stadtwerke in Pfullingen Strom und Wärme mittels eines BHKW, das über zwei Blöcke verfügt, wobei diese zusätzlich zum Neubau des dritten Blocks in diesem Jahr revisioniert wurden. Nach der halben Lebenszeit eines Kraftwerks ist das routinemäßig vorgesehen.Zugleich wurde der Wirkungsgrad der bestehenden Anlagen verbessert. Mit den beiden Blöcken zusammen konnte bisher ein Stromausstoß von 500 KW erzeugt werden. Die Anlage liefert 4,4 Mio. kWh Strom und durch den integrierten KWK-Prozess 5,6 Mio. kWh Wärme pro Jahr.

Mit dem neuen, dritten Block haben die Pfullendorfer Stadtwerke ihre Kapazität in der Strom- und Wärmeproduktion verdoppelt. Gefördert werden Kraftwerksprojekte wie dieses durch die Einführung der Flexibilitätsprämie im Reglement des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Das Ziel ist es, die Wärme in den Wintermonaten besser zu nutzen. Bisher versorgen die nunmehr drei Blöcke ein nahegelegenes Fachmarktzentrum und mehrere öffentliche Gebäude. In Bälde ist der Ausbau des bestehenden Fermwärmenetzes geplant: Auch Wohngebiete sollen nach und nach angeschlossen werden. (sig)