Am 17. Mai 2010 wurde das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Irsching 5 bei Ingolstadt nach einer Bauzeit von rund zwei Jahren in Betrieb genommen. Bild: Siemens

Placet für gesicherte Leistung

Bayerns Energieministerin Aigner spricht sich für neue Regeln aus, die einen wirtschaftlichen Betrieb konventioneller Kraftwerke ermöglichen.

Die Stromproduktion in Bayern ist gegenüber dem Vorjahr insgesamt von 93,7 auf 90,9 TWh gesunken. Vor diesem Hintergrund bekräftigt Bayerns Energieministerin Ilse Aigner die bayerische Forderung nach einem neuen Strommarktdesign. „Die sinkende Stromproduktion im Jahr 2013 ist auf die einbrechende Erzeugung aus Erdgas zurückzuführen“, so die Ministerin. Dagegen sei die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gestiegen. „Wir können auf konventionelle Kraftwerke noch nicht verzichten. Kein noch so erfolgreicher Ausbau der erneuerbaren Energien kann mittelfristig den Anteil konventioneller Kraftwerke ersetzen“, so Aigner.

Die Stromerzeugung aus Erdgas ist noch einmal von 12,4 TWh im vergangenen Jahr auf 9 TWh in 2013 gesunken. Aigner: „Wir brauchen jetzt ein Konzept zur Grundlastversorgung, für gesicherte Leistung.“ Das habe auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel erkannt. „Es ist gut, dass Sigmar Gabriel mit dem Grünbuchprozess jetzt auf eine Reform des Strommarktdesigns hinarbeitet.“ Bis 2015 müsse eine neue Regelung stehen, die einen wirtschaftlichen Betrieb konventioneller Kraftwerke ermögliche, so die Ministerin. (al)