PV: Zubau von etwa 3,9 GW erwartet

EuPD Research prognostiziert für Ende des Jahres ein Solarteurs-Sterben.

Für 2013 geht Chefanalyst Markus Lohr vom Analysehaus EuPD Research von einem Zubau in Deutschland von rd. 3,9 GW aus. Innerhalb der letzten Monate, so erläutert Lohr anhand von Primärdaten, habe im deutschen Photovoltaikmarkt vor allem das Segment der Großanlagen an Bedeutung gewonnen. Besonders im Osten der Republik seien die Anteile dieser Anlagenklasse signifikant gestiegen. Trotz des insgesamt gesunkenen Zubaus erwartet der Marktforscher EuPD Research zur Halbjahreswende in den Monaten Juni und Juli neuerlich die größten Zubauten. Anschließend, so fürchtet Markus Lohr, würde die Auftragslage für die Installateure deutlich schwieriger.

Insgesamt werden die Modulpreise und in Folge dessen die Systemkosten weiter sinken. Für die Hersteller, besonders die Modulfabrikanten, bedeutet das eine nochmals verschärfte Wettbewerbssituation. Analyst Lohr befürchtet in der zweiten Jahreshälfte sogar ein „Installateurssterben“, das vor allem die Betriebe treffen wird, die besonders auf den Bau von Solaranlagen spezialisiert sind. Zahlen aus aktuellen Umfragen belegen, dass sich bereits 40 % der deutschen Installationsbetriebe mit möglichen Alternativen für ein derart verändertes Marktumfeld rüsten. Gerade in der Speichertechnologie könnte für einige Betriebe dann ein alternatives Geschäftsfeld liegen.

Verbindliche Details zur Speicherförderung und zu einem möglichen Starttermin wurden im Rahmen des Workshops zwar noch nicht bekannt, doch Cornelia Viertl, Referentin für Solarenergie und Tiefengeothermie vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), gab einen aktuellen Überblick über die derzeitigen politischen Bemühungen. Ein Marktanreizprogramm sei in Berlin zwar in Planung, so Viertl, zu Fördervolumen und zu einem verbindlichen Termin für eine solche Förderung von Solarstromspeichern äußerte sie sich allerdings nicht. Bislang gebe es nur Spekulationen über das Inkrafttreten eines solchen Programms zum 1. Mai. (al)