Im europäischen Ausland betreibt die RWE bereits einige Windparks auf hoher See, so den Offshore-Windpark Rhyl Flats in Großbritannien. Bild: RWE Innogy

RWE: größter Offshore-Komplex genehmigt

1000 MW Windstrom kann die RWE Innogy künftig 40 km nördlich von Juist installieren. Investitionsentscheidung fällt Anfang 2014.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat gestern (27. August) der RWE Innogy die Genehmigung für die Offshore-Windparks Innogy Nordsee 2 und 3 erteilt. Im April 2012 hatte die RWE bereits die Genehmigung für Innogy Nordsee 1 erhalten. Nun können also 108 weitere Turbinen (Innogy Nordsee 2: 48 Anlagen und Innogy Nordsee 3: 60 Anlagen) gebaut werden. Inklusive der Windmühlen von Innogy Nordsee 1 (54 Anlagen) umfasst das Baugebiet der drei Windparks 162 Windkraftanlagen. Auf 100 km2 soll in diesem größten Offshore-Komplex Deutschlands insgesamt 1000 MW Kapazität aufgebaut werden.

Ende 2008 hatte die RWE Innogy die Rechte am Gesamtprojekt Innogy Nordsee 40 km nördlich von Juist vom Projektentwicklungsunternehmen Enova erworben. Enova hatte das Projekt initiiert und bis zu seiner Genehmigung begleitet. Die RWE Innogy hatte den Park nach Erwerb in drei annähernd gleich große Einzelprojekte aufgeteilt.

Anfang 2014 soll die endgültige Investitionsentscheidung zur Errichtung von Innogy Nordsee 1 fallen. Der Baustart würde dann in das Jahr 2015 fallen. Innogy Nordsee 2 und 3 könnten dann in der zweiten Hälfte der Dekade folgen. Für den gesamten Komplex belaufen sich die Kosten auf 3 Mrd. €. (msz)