Die 13. Solaranlage der Rheinenergie Bild: Rheinenergie

Solarindustrie: Jeder Zweite hat Arbeit verloren

Seit Anfang 2012 ist jede zweite Stelle in der deutschen Solarbranche weggefallen. China verzichtet derweil auf Anti-Dumping-Zölle auf Polysilizium.

Erstmals seit knapp vier Jahren fiel die Zahl der Beschäftigten in der Solarindustrie unter 5000, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf noch unveröffentlichte Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Im November 2013 lag die Zahl der Beschäftigten demnach bei nur noch 4800. Anfang 2012 waren es noch 10 200 Arbeitsplätze gewesen. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden sei in diesem Zeitraum von 1,4 Mio. auf 625 000 heruntergebrochen. Anlass sei lt. "FAZ" der harte Preiskampf mit den chinesischen Wettbewerbern.

Nach der Einigung zwischen der EU und China über die Einfuhr chinesischer Solarmodule hatte die chinesische Regierung angedroht, Strafzölle auf Polysilizium-Importe aus der EU zu erheben. Nun sei China jedoch zurückgerudert, berichtet das Solarmagazin "Photon" unter Berufung auf eine offizielle Mitteilung des dortigen Handelsministeriums (MOFCOM). Zwar sei das Ministerium zu der Einschätzung gekommen, dass "europäische Polysilziumhersteller ihre Produkte in China mit Dumping-Methoden" vermarkten und "unzulässige staatliche Unterstützung der betreffenden Regierungen erhalten haben". Man verhänge aber "aufgrund der aktuellen Marktentwicklung" keine Zölle, zitiert das Magazin. (sg)