Speyer: Strom-Aufpreis bezahlt Solaranlage

Die Solaranlage auf dem Dach der Mensa. Bild: SWS

Oberbürgermeister Hansjörg Eger, GEWO-Chef Alfred Böhmer, SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring (v. l.) geben den Startschuss für den „Sonnenstrom“. Bild: SWS

Allein mit Aufpreisen auf ihren Naturstrom haben Kunden der Stadtwerke Speyer eine Solarstromanlage finanziert.

Kunden der Stadtwerke Speyer, die auf ihren Grünstrompreis einen wählbaren Aufpreis bezahlen, ermöglichten nun die komplette Errichtung einer neuen Solarstromanlage. Die Investitionskosten von 38 000 € wurden allein mit diesen Fördergeldern beglichen. Die Anlage verfügt über eine installierte Leistung von 25,2 kW. "Wir rechnen mit einer Solarstromernte von etwa 24 000 kWh pro Jahr", so Stadtwerke-Chef Wolfgang Bühring. Die Module belegen eine Fläche von ca. 170 m2.

Aufgestellt sind die Module auf dem Dach einer Mensa, das die Gemeinnützige Wohnungsbau und Siedlungs-GmbH (GEWO) kostenlos zur Verfügung stellte. Die Dachmiete, die normalerweise 360 € betragen hätte, fließt stattdessen in die Förderkasse, erklärt GEWO-Geschäftsführer Alfred Böhmer.

Auch die Stadtwerke beteiligen sich an dem Fördertopf: Die Einspeisevergütung von etwa 3000 € jährlich, die die Stadtwerke für die Solarstromanlage erhalten, sollen in vollem Umfang wieder auf dieses Konto fließen. Neben der Installation übernehmen die Stadtwerke zudem Betrieb und Überwachung der Anlagen.

Derzeit ist der Investitionsfonds mit 3000 € gefüllt, die weiter angespart und in neue Projekte fließen sollen. Der TÜV Süd und ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer kontrollieren dabei jährlich die Höhe und Verwendung der Zuschläge auf den Ökostrom. (sg)