Stärken die Windkraft: Stadtwerke Emsdetten

Die N133/4.8 der Delta4000-Reihe ist die ertragsstärkste Turbine für Starkwindstandorte bei Nordex. © Nordex

Stadtwerke Emsdetten bieten neuen Stromtarif an

„Unser Landstrom“ – so heißt ein neuer Tarif der Stadtwerke Emsdetten. Mit offensiver Vermarktung soll eine Lücke geschlossen werden, die sich durch den Wegfall von EEG-Garantien auftut.

Umwelt- und Klimaschutz sowie die regionale Wertschöpfung: Das sind die Gründe, warum Saerbecks Bürgermeister Wilfried Roos nach Angaben der Westfälischen Nachrichten aus Münster zum von den Stadtwerken Emsdetten angebotenen Tarif „Unser Landstrom“ wechseln möchte. Und zwar sowohl privat als auch mit seiner Gemeindeverwaltung. Derzeit holten seine Mitarbeiter ein Angebot dazu ein, so Roos. Bei „Unser Landstrom“ fließt ausschließlich erneuerbar produzierter Strom.

Die Stadtwerke Emsdetten haben vier Millionen Kilowattstunden für zukünftige Saerbecker Kunden von „Unser Landstrom“ reserviert, genug für etwa 1.000 Haushalte. Etwa 2.200 Haushalte gibt es in Saerbeck insgesamt. Diese Geschäftsanbahnung ist für die Stadtwerke Emsdetten wichtig, weil sie neue Vertriebswege für Ökostrom finden müssen. Die Anlagen im Kreis Steinfurt fallen in Bälde aus den Garantie-Abnahmepreisen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Fünf westfälische Stadtwerke kooperieren

Mit dem neuen Tarif erhalten Saerbecker Haushalte „die Möglichkeit, mit nachhaltiger Energie aus der Region versorgt zu werden“, heißt es in einer Erklärung, die die Stadtwerke Emsdetten publiziert haben. Regionale und erneuerbare Energiequellen wie Wind- und Solarstromanlagen, die alle im Kreis Steinfurt gelegen sind, stellen die Produktionsgrundlage für den Tarif „Unser Landstrom“ dar, wie Urs Hankemann, Vertriebsleiter der Stadtwerke, den Westfälischen Nachrichten erläuterte.

„Unser Landstrom“ ist die Marke einer Kooperation der Stadtwerke Greven, Ochtrup, Rheine und Steinfurt, der die Stadtwerke Emsdetten im September beigetreten sind, um das Angebot zunächst in Saerbeck zu vermarkten, sagte Urs Hankemann der Zeitung. Nachhaltigkeit, Umweltschutz und die Stärkung des Kreises Steinfurt seien Ziele, so die Stadtwerke in ihrer Erklärung. Man wolle „die Vision im Blick behalten, dem Klimawandel die Stirn zu bieten“. (sig)