Vattenfall will Braunkohlegeschäft loswerden

Vattenfall rutscht tief in die roten Zahlen und prüft derzeit Optionen, seine deutschen Braunkohle-Kraftwerke zu verkaufen.

"Unsere Strategie sieht klar eine Reduzierung unserer Kohlendioxidexponierung und eine Umstellung unseres Erzeugerportfolios auf erneuerbare Energien vor", so der Kommentar von CEO und Präsident der Vattenfall AB Magnus Hall. Man verstehe aber die Bedeutung der Stromerzeugung aus Braunkohle für die regionale Wirtschaft und die deutsche Energiepolitik. Mit den Landesregierungen von Brandenburg und Sachsen sei man im "engen Dialog". Den übrigen Geschäftsaktivitäten in Deutschland – Fernwärme, Vertrieb und Verteilnetze sowie Handel, Windkraft und weitere Energieerzeugung – bleibe der Konzern "weiterhin vollauf verpflichtet".

Vattenfall weist für das dritte Quartal 2014 bedingt durch Abschreibungen in Höhe von rd. 2,5 Mrd. Euro und ein weiterhin schwieriges Marktumfeld ein negatives Betriebsergebnis von 2,1 Mrd. € aus. Die Ziele zur Kostenreduzierung im kommenden Jahr werden deshalb erhöht und die Investitionsvorhaben erneut auf den Prüfstand gestellt, teilt der Konzern mit. Gleichzeitig werde die Strategie überprüft. (sg/wa)