Speicher nehmen Strom auf und geben ihn zeitversetzt ab. Sie wirken also als Verbraucher und Einspeiser: Eine Zwischenspeicherung kann aus der eigenen Photovoltaikanlage oder dem öffentlichen Netz erfolgen. Zudem kann der gespeicherte Strom vom Speicher ins öffentliche Netz fließen oder für den eigenen Bedarf, etwa zum Laden von Elektroautos, genutzt werden.
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VDE|FNN veröffentlicht Anforderungen für Speichersensoren

Um bundesweit einheitlich, korrekt Strom aus Speichern erfassen und abrechnen zu können, braucht es Standards. Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im Elektroverband VDE hat dazu Anschluss-, Betriebs- und Messkonzepte erstellt.

Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE|FNN) schafft mit dem technischen Hinweis „Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz“ die Grundlage, um Strom aus Speichern erstmals bundesweit einheitlich messen und abrechnen zu können. Dafür hat der technische Regelsetzer Anschluss-, Betriebs- und Messkonzepte standardisiert.

Auf die Energieflussrichtung kommt es an

Die Energieflussrichtung entscheidet bei Speichern, wie gemessen und abgerechnet wird: Bei Einspeisung elektrischer Energie ins öffentliche Netz erhält der Speicherbetreiber meist eine Vergütung, beim Bezug aus dem Netz entstehen Kosten. Damit die Richtung korrekt ermittelt werden kann, sind in Speichern sogenannte Energieflussrichtungssensoren eingebaut.

Heike Kerber, Geschäftsführerin von VDE|FNN, erklärt: „Die in unserem technischen Hinweis erstmals definierten Anforderungen an diese Sensoren sind die Voraussetzung, um bundesweit einheitlich, korrekt Strom aus Speichern erfassen und abrechnen zu können. Speicher sind eine tragende Säule des Energiesystems, indem sie es flexibel machen. Sie tragen dazu bei, die hohe Versorgungszuverlässigkeit in Deutschland zu erhalten und können den Netzausbaubedarf verringern oder verzögern.“

Handlungsempfehlungen für Netzbetreiber

Der FNN-Hinweis beschreibt Anschluss-, Betriebs- und Messkonzepte für verschiedene Kombinationen mit Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen. Zu jedem Konzept erhalten Netzbetreiber, Anlagenerrichter und -betreiber sowie Hersteller detaillierte Handlungsempfehlungen. Dabei stellt VDE|FNN sicher, dass Speicher der Netzdienlichkeit und anderen komplexen Anforderungen für die Integration ins Niederspannungsnetz gerecht werden. Für Speicherbetreiber, die an besonderen Förderprogrammen teilnehmen möchten, sei der Hinweis eine entscheidende Voraussetzung, so der Elektroverband VDE.

Konkret sind in dem FNN-Hinweis die Anforderungen an den Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz in Ergänzung zu den VDE-Anwendungsregeln Technische Anschlussregel Niederspannung und Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz spezifiert. Der Hinweis ist im VDE-Shop erhältlich. (sg)