Der Interkonnektor verbindet über ein 140 Kilometer langes HGÜ-Kabel den europäischen Kontinent mit der britischen Insel. Bild: © Elia

Verbindung zwischen Belgien und der britischen Insel steht

Nemo Link – hinter diesem Begriff versteckt sich der Donnerstag in Betrieb gegangene Interkonnektor zwischen Belgien und Großbritannien.

Der belgische Übertragungsnetzbetreiber Elia und der englische Operator National Grid haben am Donnerstag erstmals den Interkonnektor Nemo Link zwischen Belgien und Großbritannien in Betrieb genommen. Das Projekt wurde innerhalb der vergangenen 10 Jahre geplant und umgesetzt.

Es ist dies die erste Verbindung zwischen Belgien und der Insel. Das Kabel hat eine Länge von rund 140 Kilometern. Es ist angebunden an den Umspannwerken Richborough (GB) und Bruges (BE). Nemo Link stellt eine eminent wichtige Verbindung für die Integration des europäischen Übertragungsnetzes dar.

Die Kapazität des Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs(HGÜ)-Kabels liegt bei 1000 MW. Am ersten Tag wurden insgesamt 18.559 MWh Strom transportiert – bei einer Durchschnittsleistung von 773 MW. Eine Besonderheit des Kabels ist die hohe Stromstärke von 400 kV und ein neues Isoliermaterial: Cross-linked Polyethylen (XLPE). (al)