Mit dem Typ SWT-3.0-113 kommt modernste Direct-Drive-Technologie nach Schleswig-Holstein.The SWT-3.0-113 brings cutting edge direct drive technology to Schleswig-Holstein, Germany.
Bild: Sören Kjeldgaard

Vergütung für Windenergie sinkt um 1,2 Prozent

Aufgrund des EEG 2014 wird die Vergütung stark reduziert, da der Zubau deutlich über dem Korridor war. Südländer bringen Bundesratsinitiative ein.

Die Bundesnetzagentur hat heute (30. Nov. 15) bekannt gegeben, dass die Förderung von Windenergieanlagen an Land um 1,2 % und von Biomasse um 0,5 % zum 1. April 2016 gekürzt werden. Der Netto-Zubau für Windenergie an Land liegt mit etwa 3712 MW erneut deutlich oberhalb des Zubaukorridors, informiert die Bundesnetzagentur.

Das Ziel des Zubaukorridors bei Wind an Land liegt bei 2400 bis 2600 MW. Bewegt sich der Zubau innerhalb des Korridors, ist eine Absenkung der Vergütungssätze um jeweils 0,4 % pro Quartal vorgesehen. Die Absenkung verstärkt sich, wenn der Zubau den Korridor überschreitet. Eine Unterschreitung des Zubaukorridors führt dagegen dazu, dass die Vergütung weniger stark sinkt, gleich bleibt oder sogar ansteigt.

Bei Biomasse bewegt sich der Zubau mit 67 MW wieder unterhalb der angesetzten Zubaugrenze von 100 MW, ab der die Förderung zusätzlich zu der Basisdegression von 0,5 % gekürzt wird.

Die Fördersätze für Strom aus Windenergie an Land und Biomasse müssen nach den Regeln des Erneuerbaren-Energien-Gesetz 2014 ab 2016 quartalsweise angepasst werden. Entscheidend hierfür ist der Zubau im Bezugszeitraum von zwölf Monaten. Im Rahmen der aktuellen Berechnung der Fördersätze sind die Zubauzahlen der Monate November 2014 bis Oktober 2015 berücksichtigt worden.

Bereits jetzt läuft die Entwicklung des EEG 2016, dessen Kernstück das Ausschreibungsregime ist. Der Bundesrat hat sich deshalb in seiner Sitzung am Freitag (27. Nov. 15) für eine regionale Quote ausgesprochen. Nur so könne es zu einem weiteren Ausbau der Windenergie im gesamten Bundesgebiet kommen. Die Initiative haben die Länder Thüringen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz eingebracht.

"Mit dem heutigen Beschluss schlägt der Bundesrat eine Regionalisierungskomponente für den Ausbau von Windenergieanlagen an Land vor. Danach soll bei den vorgesehenen Ausschreibungen von Windenergieanlagen eine Gruppierung der norddeutschen Bundesländer sowie der mittel- und süddeutschen Bundesländer erfolgen", kommentierte Thüringens Energieministerin Anja Siegesmund.

Hintergrund: Bereits im Mai 2015 haben die Klimaschutz- und Energieministerinnen und -minister der Länder Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen mit einem Positionspapier einen regional ausgewogenen Windkraftausbau gefordert. Die Länder fürchten, dass sie durch das neue Ausschreibungsmodell ins Hintertreffen geraten könnten.

Das Positionspapier ist auf den Seiten des Landes Thüringen verfügbar. (al)


Mit der ZfK zur Gala »Sportler des Jahres«
 
Die ZfK verlost exklusiv unter ihren Lesern 1x2 Tickets für die ZDF-Gala im Bénazet-Saal des Kurhauses Baden-Baden. Seien Sie dabei.  Mehr…