WMR-Geschäftsführer Frank Thiel, und Rafael Schemmer, Projektleiter der Gelsenwasser AG, beim Spatenstich am Wasserkraftwerk in Bochum-Stiepel. © Stadtwerke Bochum

Wasserkraftwerk in Stiepel wird modernisiert

Künftig werden vier statt zwei Kaplanturbinen mit Generatoren ausgestattet. Außerdem wird ein Fischaufstieg gebaut.

Die Wasserbeschaffung Mittlere Ruhr (WMR), eine Tochter von Gelsenwasser und den Stadtwerken Bochum, hat mit Vorbereitungen zum Ausbau der Ökostromproduktion im Wasserkraftwerk Stiepel begonnen. Mit einem Spatenstich gab WMR-Geschäftsführer Frank Thiel den offiziellen Auftakt zum Umbau der Wasserkraftanlage und zur Errichtung eines Fischaufstiegs. Statt wie bisher zwei sollen nun vier der vorhandenen Kaplanturbinen mit Generatoren zur regenerativen Stromerzeugung ausgestattet werden. Damit werden jährlich rund 5,4 Mio. kWh Strom aus Wasserkraft erzeugt.

Das ehemalige Wasserkraftwerk Stiepel verfügt über sechs Kaplanturbinen. Davon wurden bis zur Einstellung der Trinkwasserförderung im November 2015 vier Turbinen zum Antrieb der Trinkwasserförderpumpen genutzt. Zwei Turbinen wurden bereits 1995 auf Generatorbetrieb umgestellt. Diese beiden Turbinen werden nun ertüchtigt und zwei weitere Turbinen mit Generatoren zur Stromerzeugung ausgestattet. Gemeinsam investieren Stadtwerke Bochum und Gelsenwasser am Standort Stiepel rund 2,6 Mio. Euro in die Modernisierung der Stromerzeugung. (wa)