Der letzte Rotorflügel des Windparks Riffgat ist schon längst montiert. Jetzt folgt der Netzanschluss – frägt sich nur wann genau. Bild: EWE

Windpark Riffgat am Netz?

Nach monatelanger Verzögerung soll der Hochsee-Windpark Riffgat an das Stromnetz angeschlossen werden.

Der Netzbetreiber Tennet habe kommenden Dienstag als Termin genannt, teilte der Vorstandschef des Betreibers EWE, Werner Brinker, am Firmensitz Oldenburg mit, berichtet NWZ online. Anschließend sollen die 30 Windkraftanlagen nach und nach ihren Betrieb aufnehmen, so dass im 2. Quartal komplett eingespeist werden könne.

 

Übertragungsnetzbetreiber Tennet meldet dagegen, dass man davon ausgehe, den Offshore-Windpark wie angekündigt bis Mitte Februar anschließen zu können. "Aktuell laufen noch letzte Endarbeiten und Tests, deren Ergebnis wir abwarten müssen. Daher hat Tennet dem Windparkbetreiber noch keinen verbindlichen Anschlusstermin mitgeteilt. Sobald der genaue Anschlusstermin feststeht, werden wir den Windpark und die Öffentlichkeit informieren", so der ÜNB heute.

 

Die EWE hatte den Windpark vor der Insel Borkum im Sommer fertig gebaut, konnte aber wegen der fehlenden Kabelverbindung keinen Strom produzieren. Grund waren Munitionsreste am Meeresgrund. Der Windpark hat eine Leistung von 108 MW. Die Anlage machte Schlagzeilen, weil sie zur Eröffnung am 15. August noch keinen Netzanschluss hatte. In dem Windpark müssen zeitweise dieselbetriebene Notstromaggregate laufen. Sie sollen die Systeme für Kühlung, Beleuchtung und andere Funktionen in Gang halten. EWE hatte Tennet vorgeworfen, zu spät mit der Bergung von alter Munition in dem Gebiet der Kabeltrasse begonnen zu haben. Tennet hatte dagegen beteuert, die Verzögerungen seien nicht vorhersehbar gewesen. Inzwischen sei das Gebiet von explosiven Altlasten geräumt, meldet NWZ online. (hi)