Den Windpark Ellwanger Berge sieht man von der Autobahn A7. Bild: Stadtwerke Tübingen

Zehn auf einen Streich

Die Stadtwerke Tübingen errichten nahe der A7 einen der größten Windparks von Baden-Württemberg. Enercon erreicht 20 000 MW installierte Leistung.

Die letzte der zehn Windkraftanlagen im Windpark Ellwanger Berge entlang der Autobahn A7 läuft. Damit haben die Projektpartner Stadtwerke Tübingen und W-I-N-D Energien ihren Windpark vollständig fertiggestellt, berichten die Stadtwerke Tübingen via Pressemitteilung.

Der Windpark stellt einen der größten in Baden-Württemberg dar, so das Unternehmen. Seit Dezember 2016 waren die zehn Windräder sukzessive in Betrieb genommen worden. Die Rotoren der zehn Anlagen entlang der A7 im Ostalbkreis drehen sich auf einer Nabenhöhe von 149 Metern. "Dort weht der Wind mit prognostizierten 6,1 Metern pro Sekunde." Der Rotordurchmesser beträgt 115 Meter.

30 MW Leistung

Für das Projekt investieren die Projektpartner aus Kirchheim/Teck und Tübingen rund 50 Mio. Euro. Die zehn Windkraftanlagen des Herstellers Enercon Typ E-115 leisten zusammen 30 MW und erzeugen damit rund 75 Mio. Kilowattstunden Strom pro Jahr. Die Stadtwerke Tübingen überschreiten mit ihrem Anteil am Windpark Ellwanger Berge die Grenze von 100 MW an Eigenstromproduktion aus erneuerbaren Energien. Darüber freut sich Ortwin Wiebecke, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Tübingen: "Bis zum Jahr 2020 wollen die SWT die Hälfte des Tübinger Strombedarfs selbst aus erneuerbaren Energien produzieren." Mit dem jüngsten Projekt zeige sich, wie konsequent und mit welchem Nachdruck die Stadtwerke Tübingen in den letzten Jahren ihren Beitrag zur Energiewende geleistet haben – mit verschiedensten Projekten bei Windkraft und Photovoltaik in ganz Deutschland.

Im Windpark Ellwanger Berge hat Enercon das 20 000. MW Windkraftleistung seiner Firmengeschichte installiert. Damit wird eine Leistung erbracht, die der von 20 Atomkraftwerken entspricht, so der Hersteller. (al)