Beim Umbau der Fernwärmeversorgung setzt Gera auf eine dezentrale Lösung. In einigen Jahren werden die bestehenden Kraftwerke Gera Nord (Bild) und Gera Süd durch neun Blockheizkraftwerke ersetzt. Bild: © Energieversorgung Gera

Gera optimiert seine Fernwärmeversorgung

Die Energieversorgung Gera (EGG) und Engie Deutschland wollen die Fernwärmeversorgung in Gera für die Zukunft aufstellen.

Gemeinsam haben beide Unternehmen eine Lösung erarbeitet, mit der sowohl die Erzeugungsanlagen für Strom und Wärme als auch das Fernwärmenetz an die veränderten lokalen Anforderungen angepasst werden. Engie Deutschland plant für die Erzeugung von Strom und Wärme die Errichtung von neun gasbetriebenen Blockheizkraftwerken (BHKW) mit einer Leistung von insgesamt 145 MW thermisch und 40,5 MW elektrisch. Sie werden an zwei Standorten in Lusan und Gera Nord aufgestellt. Die EGG wird die erzeugte Wärme auf Basis eines Wärmelieferungsvertrages zur Versorgung der Kunden in Gera abnehmen. Die Deckung des erheblichen Finanzierungsaufwands für die Anlagen verantwortet Engie.

„Mit der Umstellung der Fernwärmeversorgung von zentrale auf dezentrale Erzeugungseinheiten setzen wir in Gera die Anforderungen der Energiewende um. Wir erzeugen die Wärme da, wo sie gebraucht wird, und erhöhen die Effizienz“, erläutert Manfred Schmitz, CEO der Engie Deutschland. Die Bauarbeiten sollen im laufenden Jahr beginnen, die Inbetriebnahme ist für Ende 2018 vorgesehen. Die
BHKW werden das Kraftwerk Gera-Nord sowie das Heizwerk Gera-Süd ablösen. Die beiden 20 Jahre alten Anlagen entsprechen unter anderem durch den gesunkenen Fernwärmebedarf in Gera inzwischen nicht mehr den Anforderungen. (ad)