Christian Pegel, Energieminister von Mecklenburg-Vorpommern, stellt das neue Qualitätslabel "Grüne Gewerbegebiete" vor. Bild: © EM

MV mit neuer Marke «Grüne Gewerbegebiete»

Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel will ein neues Qualitätslabel für Gewerbegebiete etablieren. Strom und Wärme sollten dabei aus regenerativen Quellen kommen.

Strom und Wärme aus erneuerbarer Energie sowie ein sparsamer Flächenverbrauch sollen die Kriterien für das Öko-Label «Grünes Gewerbegebiet» sein, das Landesenergieminister Christian Pegel (SPD) etablieren will. «Damit entsteht ein neues Qualitätsmerkmal für Gewerbe- und Industriegebiete zum Vorteil aller», sagte Pegel bei der Eröffnungsveranstaltung eines «Landesdialogs» am Montag in der Zuckerfabrik Anklam laut Pressemitteilung. Ziel sei, dass sich Unternehmen, Vermarkter von Gewerbe- und Industriegebieten sowie Kommunen aktiv für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen.

Zentrales Kriterium für die Vergabe des Gütesiegels soll die Verwendung von Strom und Wärme aus regenerativen Quellen sein. Durch vorbildlichen Umgang damit, innovative Vernetzung von Unternehmen oder auch Kampagnen, die das Umfeld solcher Gewerbegebiete einbeziehen, könnten «Grüne Gewerbegebiete» zusätzliche Qualitätsstufen erreichen.

Innovative Energiekonzepte

Mehrere Gewerbestandorte in Mecklenburg-Vorpommern verfügen nach Pegels Worten bereits über eine regenerative Energieversorgung und über Energiekonzepte. Andere wiesen gute Potenziale auf. Ein Beispiel sei das Industrie- und Gewerbegebiet Anklam: Die dort ansässige Zuckerfabrik erzeuge aus Reststoffen der Zuckerrübenverarbeitung Biomethan und speise es ins Erdgasnetz ein. Sie erzeuge und vermarkte außerdem Bioethanol, stelle aus dem Abwasser der Zuckerrüben-Waschanlage Klärgas her und versorge die Anklamer Schwimmhalle mit Wärme. Die Marke «Grünes Gewerbegebiet» ist Teil eines EU-Projektes. (dpa/al)