Bis 2030 soll sich die Zahl der Blockheizkraftwerke in der Hauptstadt auf 5000 erhöhen, so Prognosen von Stromnetz Berlin. Stromnetz Berlin

1000. BHKW in Berlin

Seit 2005 hat sich die Zahl der Blockheizkraftwerke um den Faktor sieben in der Hauptstadt erhöht.

Gestern wurde in Berlin-Lichtenberg das 1000. Blockheizkraftwerk (BHKW) an das Berliner Stromnetz angeschlossen. Mit einer Gesamtleistung von rd. 145 MW tragen die dezentralen Erzeugungsanlagen zu einer zukunftsorientierten Energieversorgung der Hauptstadt bei. Das jüngste BHKW wurde in Zusammenarbeit zwischen der Berliner Energieagentur (BEA) und der Wohnungsbaugesellschaft Howoge erbaut. Mit einer thermischen Leistung von 207 kW und einer elektrische Leistung von 140 kW versorgt es über 300 Wohnungen im Bezirk Lichtenberg mit Strom und Wärme.

Im Jahr 2005 lag die Zahl der angeschlossenen BHKWs noch bei 143. Innerhalb von rund zehn Jahren hat sich die Anzahl in etwa versiebenfacht. Die zunehmende Bedeutung dezentraler und regenerativer Erzeugungsanlagen in Berlin stellt hohe Anforderungen an das Stromnetz. Grund dafür ist, dass die Blockheizkraftwerke den erzeugten Strom, der nicht an Ort und Stelle verbraucht werden kann, in das Verteilungsnetz einspeisen. Die Einspeisung erfolgt jedoch nicht immer passend zum aktuellen Stromverbrauch der Stadt, sondern entsprechend dem Überschuss in der jeweiligen Anlage und unterliegt somit Schwankungen.

Durch das Berliner Stromnetz fließen jährlich rd. 14 Mrd. kWh Strom. Bis zum Jahr 2030 rechnet die Stromnetz Berlin GmbH, Verteilungsnetzbetreiber der Hauptstadt, mit einem weiteren Anstieg der Anlagenzahl auf rd. 5000 BHKW. Intelligente Technik und effiziente Prozesse sind notwendig, um die fluktuierende Einspeisung und den Stromverbrauch Berlins jederzeit im Gleichgewicht zu halten. Im Jahr 2015 investiert das Unternehmen allein 146 Mio. € ins Stromnetz. (al)