Fernwärme soll klimafreundlicher, effizienter und kostengünstiger werden Steag Fernwärme

Fernwärme-Netz statt Flickenteppich

Die Wärmeversorgung im Ruhrgebiet soll klimafreundlicher, effizienter und kostengünstiger werden.

Mit diesem Ziel unterzeichneten Vertreter der Fernwärmeversorgung Niederrhein, Energieversorgung Oberhausen und Steag Fernwärme eine Absichtserklärung zur Gründung einer Projektgesellschaft – der Fernwärmeschienengesellschaft Rhein und Ruhr (FWRR). Damit greifen die Unternehmen die Ende Mai durch das Landesumweltministerium Nordrhein-Westfalen vorgestellte Machbarkeitsstudie zur Verknüpfung der Fernwärmeschienen im Ruhrgebiet auf. Die Hertener Stadtwerke haben signalisiert, dass sie einen Beitritt planen.

Das Projekt sei grundsätzlich darauf ausgelegt, dass weitere Partner beitreten können. Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung werde ein wichtiger Schritt zum Ziel‚ Verknüpfung der Fernwärmeschienen Niederrhein und Ruhr angegangen, so Udo Wichert, Sprecher der Geschäftsführung der Steag Fernwärme. Bislang gleichen die Fernwärme-Netze im Ruhrgebiet einem Flickenteppich, so Wichert weiter. Es sei sinnvoll, die Netze des Ruhrgebiets zu verbinden. Langfristig werde die Wärmeversorgung damit klimafreundlicher, effizienter und kostengünstiger als bisher.

Die Unternehmen haben sich darauf verständigt, zu prüfen, wie eine Gesellschafterstruktur und eine Vereinbarung zur Gründung einer Gesellschaft für Planung, Errichtung sowie Betrieb einer einheitlichen Fernwärmeschiene gestaltet werden kann. Dazu soll nun eine Projektgruppe eingerichtet werden, die genehmigungsrechtliche Schritte klären, eine belastbare Kostenschätzung erstellen und Möglichkeiten zum Erhalt von Fördermitteln erarbeiten wird. (wa)