Prof. Dr. Stephan Reimelt (CEO GE Energy Germany), Karl Wetzlmayer (General Manager GE Jenbacher), Hamburgs Umweltsenatorin Jutta Blankau und Udo Bottländer (Vorstand der E.ON Hanse AG) starten gemeinsam hocheffizientes BHKW für Hamburg. Bild: Eon Hanse AG

BHKW in Hamburg versorgt 4500 Wohnungen

Der Anteil von Kraft-Wärme-Kopplung in Hamburg soll bis 2021 nahezu verdoppelt werden. Ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk nahm gestern seinen Betrieb auf.

Eins der lt. Eon „effizientesten und größten” Blochheizkraftwerke (BHKW) Deutschlands hat gestern (19. Juni) seinen Betrieb in Hamburg-Wandsbek aufgenommen. 4500 Wohnungen soll es künftig mit Strom versorgen. 1,5 Mio. € hat allein die Eon Hanse Wärme in das Projekt investiert. Zusätzlich fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie das Projekt mit einer Anteilsfinanzierung aus dem Kältemaschineneffizienzprogramm.

Das 2-MW-BHKW des Herstellers GE Jenbacher hat einen elektrischen Wirkungsgrad von rd. 44 %. Durch den Einsatz einer Groß-Wärmepumpe zur Wärmerückgewinnung kann der Gesamtwirkungsgrad auf nahezu 100 % gesteigert werden. Im Vergleich zur getrennten Erzeugung von Strom und Wärme könne man so 62 % CO2/a einsparen. Durch den Einsatz von Bioerdgas lasse sich diese Zahl noch einmal steigern, da Bioerdgas als CO2-neutral gilt.

Eon Hanse hat sich im Ende 2011 vorgestellten „Energiekonzept für Hamburg” verpflichtet, die Energiegewinnung durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) weiter auszubauen. Noch im Sommer diesen Jahres wird entsprechend ein weiteres Hocheffizienz-BHKW seinen Betrieb in Hamburg aufnehmen. Bis 2021 soll die dezentrale KWK-Versorgung in Hamburg dann von rd. 9000 kW auf nahezu 17.000 kW gesteigert werden. Dafür sind Investitionen in Höhe von 25 Mio. € vorgesehen. (msz)