Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Kiel Bild: Stadtwerke Kiel

Kiel baut großen Wärmespeicher

Der Aufsichtsrat gab jüngst sein Placet für das Fernwärme-Projekt.

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Kiel hat grünes Licht für eine millionenschwere Investition in die Kieler Fernwärmeversorgung gegeben: Der Energieversorger wird neben dem Gemeinschaftskraftwerk (GKK) vom Frühjahr kommenden Jahres an einen 42 000 m3 Wasser fassenden Wärmespeicher bauen und in dieses Projekt etwa 18,5 Mio. € investieren. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat dem Bau zugestimmt, da der Einsatz des Speichers in Kombination mit dem Auslaufbetrieb des GKK und dem geplanten Gasheizkraftwerk (GHKW) wirtschaftliche Vorteile bietet. Die Planungen sehen eine Inbetriebnahme für den Wärmespeicher im Oktober 2016 vor.

Der Speicher kann dann als Alternative zum Kraftwerk genutzt werden, wenn die Brennstoffkosten für die Stromproduktion im Kraftwerk höher sind. Darüber hinaus biete der Speicher auch im Zusammenspiel mit dem ebenfalls vorgesehenen Elektrodenkessel Vorteile. So kann auch bei geringem Wärmebedarf in Kiel, überschüssiger Strom aus dem Netz abgenommen werden, um Wasser im Kessel aufzuheizen und im Wärmespeicher zu verwahren.

Beide Aktionäre der Stadtwerke Kiel sind sich einig, dass die beste Lösung für die zukünftige Fernwärmeversorgung der Landeshauptstadt Kiel die Umsetzung des GHKW-Projekts ist, berichtet das Unternehmen. Bestandteil dieses Konzeptes ist – neben dem bereits durch den Aufsichtsrat im März 2014 freigegebenen Elektrodenkessel – die Errichtung eines Wärmespeichers. "Diese Errichtung haben wir nun vorgezogen, da sich hierdurch deutliche wirtschaftliche Effekte bereits in Kombination mit dem GKK bis zur Realisierung des GHKW erzielen lassen", so Stadtwerke-Vorstand Dr. Jörg Teupen. Mit dem im Speicher auf 115 °C erwärmten Wasser kann die Versorgung der rd. 70 000 Kieler Fernwärmekunden bis zu zwölf Stunden gewährleistet werden. (al)