Die Stadtwerke Ahrensburg haben von Hansewerk Natur zwei Nahwärmenetze erworben.
Bild: © Stadtwerke Wismar

Stadtwerke Ahrensburg verstärken Fernwärme-Aktivitäten

Die Hansewerk Natur verkauft den Stadtwerken Ahrensburg zwei BHKW, über den Kauf eines dritten Blocks wird derzeit verhandelt. Alle Kraftwerke werden mit Biogas betrieben.

Die Stadtwerke Ahrensburg, 100-prozentig im Besitz der Stadt, haben von Hansewerk Natur zwei Nahwärmenetze erworben. Die Stadtwerke übernehmen die Blockheizkraftwerke (BHKW) Bogenstraße und Otto-Siege-Straße im Stadtteil Gartenholz zum 1. September. Der Ahrensburger Umweltausschuss hat dieser Erwerbung der örtlichen Stadtwerke bereits im März zugestimmt. Die beiden Ahrensburger Kraftwerksblöcke werden mit Biogas betrieben.

In beiden Gebieten sind zusammen 110 Abnehmer an die Wärmeversorgung angeschlossen. „Da es sich dabei vor allem um Mehrfamilienhäuser handelt, ist die Zahl der Wohnungen deutlich höher“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Horst Kienel. Für die Kunden ändere sich mit dem Betreiberwechsel nichts. Die Preise bleiben demnach unverändert, ebenso wie die Einzelanschlüsse der Verbraucher und die Übergabestationen. Ab sofort stehen ihnen aber die Berater im Ahrensburger Kundenzentrum der Stadtwerke zur Verfügung.

Öko-Effekt und Preistransparenz als Argumente

Die beiden BHKW versorgen die angeschlossenen Gebäude über kurze Distanz mit Energie für Heizung und Warmwasser. „Die Übernahme der Nahwärmenetze ist ein weiteres Element unserer Nachhaltigkeitsstrategie“, sagt Horst Kienel. Die hohe Energieeffizienz und der positive Effekt für die lokale Luftreinhaltung kämen hinzu. Außerdem sei die Versorgungssicherheit sehr hoch. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ein Blockheizkraftwerk einmal ausfalle, kämen automatisch Heizkessel zum Einsatz.

Weiterhin im Gespräch ist die Übernahme des dritten Blockheizkraftwerks, das bislang von Hansewerk Natur betrieben wird. Es steht am Ahrensburger Kamp und versorgt das dortige Quartier. „Die Verhandlungen laufen, der Vertrag endet erst im nächsten Jahr“, sagt Kienel. Auch hier liegt bereits die Genehmigung des zuständigen Umweltausschusses vor. Das 2013 errichtete BHKW Ahrensburger Redder ist eine Gründung von Anwohnern, die die die Gebühren des HanseWerk-Vorgängers E.ON Hanse Wärme als deutlich überhöht empfunden hatten. (sig)